Wir haben den Star im Interview über seinen neuen Film John Carter!

Taylor Kitsch, der Womanizer, der mit seiner Rolle in " X-Men-Origins: Wolverine" bekannt wurde und sich in der mit einem Emmy belohnten Serie "Friday Night Lights" nicht nur in die Herzen der Jury sondern auch der der vornehmend weiblichen Fans spielte, wurde am 8. April 1981 in Kelowna, im State British Columbia.
Aufgewachsen in Vancouver plante er zunächst eine Eishockey Karriere. Es sollte jedoch anders kommen: 2002 konnte Taylor nach einer schweren Verletzung am Knie nicht mehr weiter spielen.
Ein Plan B musste her und so machte er sich auf den Weg nach New York, um dort an der IMG Schauspiel zu studieren. Wie sich herausstellte, die richtige Entscheidung, denn Rollen ließen nicht lange auf sich warten!
Ab März wird der smarte Taylor auch wieder auf deutschen Kinoleinwänden zu sehen sein, denn dann startet die Verfilmung des Fantasy-Romans John Carter, in der er die Hauptrolle spielt! Wir haben Taylor im Interview - viel Spaß!
Deine Figur hat eine erstaunliche Vorgeschichte. Wie hat Dich das als Schauspieler inspiriert?
Als ich das Drehbuch zum ersten Mal las, wurde ich von der Geschichte angezogen, die von ihren Charakteren vorangetrieben wurde. Zudem reizte mich, dass diese Story als großer Studiofilm umgesetzt wird. Das ermöglichte es den Filmemachern, einen wirklich verblüffenden Film zu realisieren. Man wird in die Biografie von John Carter eingeführt, erfährt von seiner Familie, seinem Dienst im Bürgerkrieg und vieles mehr. Das ist schwer zu spielen, gibt mir aber ein wichtiges dramatisches Fundament, auf das ich mich den ganzen Film hindurch stützen kann. In einer Szene spielt John Carter beispielsweise mit seinen Ringen, und der Zuschauer wird verstehen können, was das wirklich für ihn bedeutet. Für einen Schauspieler ist das großartig, denn so kann er sich wirklich in etwas vertiefen

Wie würdest Du John Carter beschreiben?
Carter hat alles verloren, das ihm einmal wichtig war. Als er aus dem Bürgerkrieg zurückkommt, sind seine Frau und sein Kind tot. So sondert er sich ab, lebt wie ein Einsiedler, will nur noch Gold schürfen. Das Ganze ist eine Art Notlösung ? er verbirgt und verdrängt, womit er sich nicht auseinandergesetzt hat, sein Schuldgefühl und den Verlust seiner Familie, für deren Schutz er in den Krieg gezogen ist.
Er fürchtet sich davor, noch einmal Verantwortung übernehmen zu müssen, und damit schlägt er sich den ganzen Film hindurch herum. Er wird in den Bürgerkrieg zwischen den Bewohnern von Helium und Zodanga hineingezogen. Er befindet sich zwar auf einem fremden Planeten, aber er erkennt bei diesem Konflikt unglaubliche Parallelen zu seinem Leben und will deshalb nichts damit zu tun haben. Sei es Dejah oder Tars, eigentlich erinnert oder spricht ihn jeder direkt darauf an, dass es hier wirklich um etwas geht und er sich engagieren muss, ob er nun will oder nicht. Vor dieser Entscheidung stand er schon einmal und hat dann seine Wahl getroffen. Weil ihm daraufhin alles genommen wurde, fürchtet er sich natürlich davor, sich noch einmal zu engagieren, versucht sich immer davon fernzuhalten.
Was werden die Zuschauer an diesem Film lieben?
Eine ganze Menge. Ich sage immer wieder, dass allein die Sequenz mit den weißen Riesenaffen das Eintrittsgeld für diesen Film wert ist. Visuell ist dieser Film unglaublich. Ich bin überzeugt davon, dass die Zuschauer diese Charaktere mögen werden, sie werden sich mit ihnen identifizieren können. Das ist kein Film, bei dem es nur um Spezialeffekte geht, bei dem Dinge in die Luft fliegen und ein Typ im Mittelpunkt steht, der einem eigentlich völlig egal ist. Bei John Carter ist das anders, man interessiert sich für ihn und seine Reise, ist emotional involviert. Man sieht einen unglaublichen erzählerischen Bogen bei dieser Figur, sieht, wer er wirklich ist, seinen Neuanfang und seine Wiedergeburt. Und obwohl es Spezialeffekte gibt, hat man auch diese brillanten Schauspieler. Ich empfand es als großes Glück, mit ihnen zusammenarbeiten zu können.

Wie ist die Beziehung zwischen John Carter und Dejah Thoris, die von Lynn Collins verkörpert wird?
In den Büchern ist es fast Liebe auf den ersten Blick; John würde alles für Dejah tun. Im Film aber folgt man einem erzählerischen Bogen. Dort entwickelt sich erst eine Beziehung zwischen John und Dejah. Ich liebe die Sticheleien, die hin und her gehen. Wir necken uns, fordern uns in verschiedenen Szenen heraus, bis schließlich die Wahrheit ans Licht kommt. Es ist eine Lovestory, eingebettet in all die anderen Ereignisse, aber sie hat eine so große Bedeutung für den Film. Sie ist im Grunde sein Rückgrat, das tragende Element.
Worauf geht die Geschichte von JOHN CARTER - ZWISCHEN ZWEI WELTEN eigentlich genau zurück?
Sie stammt von Edgar Rice Burroughs, er hat diese Figur vor exakt 100 Jahren erschaffen und eine ganze Reihe von Büchern mit Carter als Protagonisten geschrieben.
Meiner Ansicht nach war Burroughs seiner Zeit weit voraus, das trifft ganz besonders auf seinen ersten Science-Fiction-Roman zu. Hier kann man einen direkten Zusammenhang erkennen zu unserem heutigen Lebensstil, zu dem, was wir jetzt tun - die schwindenden Rohstoffe, die Energieprobleme, die fortwährenden Kriege, die von Rassismus bis hin zur Religion gespeist werden. Er hat all diese wunden Punkte bereits vor 100 Jahren angesprochen.
Und all das thematisieren wir auch im Film. Stanton hat bei der Figur John Carter die wesentlichen Züge von Edgar Rice Burroughs übernommen, ist dann aber viel stärker in die Tiefe gegangen, wer John Carter wirklich ist und wo er herkommt. Stanton hat mir viel mehr vorgegeben, was nicht in den Büchern stand, mir aber half, mich in diese Figur noch viel stärker hineinversetzen zu können. Es war großartig, ein solches Drehbuch als Fundament für die eigene Darstellung haben zu können.

Und wie gelangt John Carter nach Barsoom?
Das ist ziemlich brillant gelöst. Edgar Rice Burroughs hat das in seinem Buch nicht näher erklärt, dort wacht er einfach auf Barsoom auf.
In Andrew Stantons Film flüchtet er auf der Erde vor den Apachen und versteckt sich in einer Höhle. Diese Höhle ist für die Therns eine Art Portal, hier kommen sie an, wenn sie von ihrem Planeten zur Erde reisen, und von hier aus geht es auch wieder zurück. Als John Carter in den Besitz eines Medaillons gelangt, wird er unbeabsichtigt über dieses Portal nach Barsoom befördert.?
Was gefällt Dir so an dieser Figur John Carter?
Der Grund, warum ich es so interessant fand, ihn darzustellen und warum ich mich in John so geerdet fühlte, war, dass er echt und authentisch wirkte. Und das wird meiner Ansicht auch dem Zuschauer gefallen. Sein erlebter Verlust, die Tatsache, dass er seine Menschlichkeit und Würde wiederentdeckt und sich erneut verliebt - all das sind zutiefst menschliche Themen, die diese Figur auf der Leinwand anspricht und die beim Zuschauer Anklang finden werden.
Besitzt John Carter auf Barsoom besondere Kräfte?
Ich möchte das nicht Kräfte nennen, denn dann würde er in den Bereich der Superhelden fallen, und darum geht es bei diesem Film nicht. Seine größere Stärke und Sprungkraft haben ihre Ursache in den veränderten Schwerkraftverhältnissen auf Barsoom.
Er findet heraus, dass die Schwerkraft auf Barsoom reduziert ist, und muss sich daran erst gewöhnen. Anfangs bemerkt er nicht einmal, dass er hier viel stärker ist. Als er sich dessen aber bewusst wird, beginnt er zu verstehen, wie er das zu seinem Vorteil nutzen kann.
Schaust Du Dir im Kino selbst gerne Science-Fiction-Abenteuerfilme wie diesen hier an?
Ich sehe gerne einen guten Film im Kino, da unterscheide ich mich nicht von anderen. Es geht um diesen Eskapismus, diese Flucht aus der Wirklichkeit, es geht darum, sich über die Entwicklung der Geschichte und dieses wilde Abenteuer zu freuen und sich zu fragen, wohin wohl die nächste Szene führen, was wohl passieren wird. Daran beteiligt zu sein, so etwas mitzuerschaffen, macht das Ganze noch außergewöhnlicher für mich. Ich liebe Filme, die den Zuschauer mitten hinein in einen Konflikt führen.
Neugierig geworden? Dann sollten Sie den 8 März in Ihrem Kalender markieren, denn dann können Sie Taylor Kitsch als John Carter selbst im Kino bewundern. Wir haben für Sie schon einmal den Trailer zum Film - viel Spaß!




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