Wir verraten, wie sie sich im Urlaub nicht als Touri outen!

Untrügliche Zeichen waren sie, an denen man deutsche Touristen im Ausland jahrelang erkennen konnten: Die weißen Tennissocken in schicken Altherrensandalen! Kombiniert mit Brustbeutel, Bauchtaschen und um den Hals baumelnde Kameras waren diese Touristen ein echter Weg- statt Hingucker!
Auch heute gibt es noch eine Reihe von Merkmalen, die den typischen Touristen auf den ersten Blick als solchen entlarven. Aber auch wer nicht diesem oft skizzierten Stereotypen entspricht, kann sich Dank kultureller Eigenheiten im Urlaubsland mitunter schnell als Tourist zu erkennen geben! Zusammen mit Cheapflug.de haben wir hier einen kulturellen Knigge für Sie zusammengestellt, der verrät worauf Sie beim nächsten Auslandstrip achten sollten!
Kein Cappuccino nach zwölf in Italien: Latte Macchiato, Espresso und Cappuccino sind auch in Deutschland sehr beliebt, doch Obacht: Während man hierzulande zu jeder Tages- und Nachtzeit Latte Macchiato und Cappuccino trinken kann, ist der Genuss von Milchkaffeegetränken nach zwölf Uhr mittags in Italien tabu. Grund dafür ist die weit verbreitete Ansicht, dass Kaffeegetränke mit Milch wegen des starken Sättigungseffekts bereits eine volle Mahlzeit darstellen.
Espresso oder Expresso Macchiato hingegen ist zu jeder Tageszeit sehr beliebt! Wer es noch ein bisschen authentischer will und noch dazu ein wenig Geld sparen möchte, der trinkt seinen Kaffee - wie die meisten Italiener - im Stehen an der Bar. Kaffeekränzchen im Sitzen, oft in der Nähe beliebter Sehenswürdigkeiten, deuten meist auf eine Ansammlung von Touristen hin. Dieser Fauxpas wird oft mit einer saftigen Rechnung bestraft.

Shorts haben in spanischen Restaurants nichts verloren: Wie in praktisch allen südlichen Ländern, gilt auch in Spanien eine gewisse Kleiderordnung. Spanische Männer würden niemals auf die Idee kommen, in schmuddeligen Shorts ein Restaurant zu betreten! Lange Hose und frisch gebügeltes Hemd gehören zum Standard - das nicht nur abends, sondern auch schon tagsüber und trotz der spanischen Sommer-Hitze! Touristen, die nicht die Finger von ihren Sandalen, T-Shirts und kurzen Hosen lassen wollen, werden recht abschätzig betrachtet.
Keine Weißwurst nach zwölf in Bayern: Bayern ist für den Rest Deutschlands auch irgendwie Ausland. Südlich des so genannten Weißwurstäquators werden Traditionen gepflegt, die im Rest des Landes auf Unverständnis stoßen. Auch die Vorliebe der Bayern für deftiges Essen ist allseits bekannt. Ob Haxn, Hendl oder Weißwurst - als Tourist kann man sich vor Ort durch sämtliche Spezialitäten futtern, ohne gleich als Nicht-Bayer entlarvt zu werden. Vorsicht ist lediglich bei der Weißwurst geboten: Die kommt bei den Einwohnern des Freistaats nach zwölf Uhr mittags nicht mehr auf den Tisch!
Einmal winken bitte!

Regenschirme in Japan: Wer in Japan mit einem tropfenden Regenschirm durchs Kaufhaus rennt, riskiert gleich zweierlei Ausrutscher. Wenn ihn nicht der nasse Boden zu Fall bringt, wird er doch prompt für seinen kulturellen Fauxpas bestraft und als Tourist abgestempelt, denn in japanischen Kaufhäusern gibt es eine wichtige Regel: Bei Regen darf der tropfnasse Schirm nicht schutzlos mit ins Kaufhaus genommen werden. Statt des guten alten Schirmständers, der in Japan wahrscheinlich ein großes Schirmchaos auslösen würde, stehen hier am Eingang Angestellte bereit, die Hüllen für die nassen Regenschirme verteilen. So kann man auch als Tourist in Japan in ein trockenes Shoppingvergnügen starten.
Argentinischer Busverkehr: Öffentliche Verkehrsmittel sind meist die beste Lösung, um vor Ort von A nach B zu gelangen und noch dazu den Alltag der Einheimischen kennen zu lernen. Wer in Argentinien vom Fleck kommen möchte, sollte vorher ein paar auffällige Winktechniken einstudieren.
Die bloße Präsenz an einer offiziellen Bushaltestelle bewegt argentinische Busfahrer noch lange nicht zum Anhalten. Als Reisender mit öffentlichen Verkehrsmitteln muss man dem Busfahrer früh genug durch ausschweifende Bewegungen Interesse signalisieren, bei ihm einzusteigen. Wer dann auch noch das passende Wechselgeld parat hat, um sein Ticket zu bezahlen, kann sein Ziel erreichen, ohne als Tourist aufzufallen.
Das könnte Sie auch interessieren:



Registrieren Sie sich kostenlos um von den erweiterten Funktionen im Y-Style zu profitieren